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Ein Schlingel, wer etwas dabei denkt...
Ein interessanter Beitrag: http://linkserz.blogspot.com/2011/04/riesenfarce-bei-der-20stadtratssitung.html . Schade nur, das die anderen Parteien und Gruppierungen dazu nichts äußern. Aber vielleicht ist dabeisein alles.
Stephan Hänel (9.5.2011)
Über Eibenstock
Über Eibenstock
Wir wohnen schon seit fast 2 Jahren in Eibenstock. Eibenstock ist eine sehr schöne kleine Stadt, doch wie jede Stadt hat auch Eibenstock seine Probleme. Uns ist es aufgefallen das hier sehr viel Alkohol das Problem ist und auch Verschmutzung durch hinterlassen schaften der Hunde. So wie wir gehört haben soll es ja in Eibenstoch Politesen geben, leider müssen wir sagen das wir diese noch nicht gesehen haben. Vorallem am Postplatz oder darum stellen wir viele Hundehaufen fest. Vielleicht könnte da ja mal die Stadtverwaltung machen.
Viele Grüße sendet Priestel (9.5.2011)
Zum letzten Brief aus dem Rathaus
Hallo, ich beobachte schon längere Zeit Ihre Seite, vermisse jedoch in letzter Zeit ein paar Einträge. Ich möchte anregen etwas über den letzten Bürgermeisterbrief aus dem Tageblatt zu schreiben. Ich finde es eine absolute Frechheit was Herr Staab geplant hat. Den genauen Wortlaut kenne ich nicht, aber Straße für Straße abzulaufen und zu schauen wo es etwas zu verschönern gibt und ggf. den Bürger zu BEAUFLAGEN finde ich geht eindeutig zu weit! Allein schon die Wortwahl: „BEAUFLAGEN“. Ein jeder hat das Recht sein Grundstück so zu pflegen wie er kann und will. Nur ein sehr geringer Teil interessiert sich wohl für den Tourismus. Sicherlich ist es nicht schlecht wenn alles grün ist und Blumen an jedem Haus hängen. Aber den Bürger regelrecht zu drängen, um z.B. Blumenkästen anzubringen halte ich für eine bodenlose Frechheit! Ich beobachte diesen Tourismuswahnsinn schon eine längere Zeit, fast jeder Brief im Tageblatt handelt vom Tourismus. Manch ein Eigentümer knaubelt um über die Runden zu kommen und dann kommt die Stadt und will die Leute „beauflagen“ die Stadt zu verschönern? Scheinbar gibt es keine wichtigeren Probleme in Eibenstock.
Maximilian Ullrich, 20.06.2010
Hallo,
ich finde es toll das es mal eine kritische Seite von Eibenstock gibt. Wir leben noch nicht so lange hier, aber das hier manches nicht mit rechten Dingen zu geht, haben wir schnell mitbekommen. Ich finde diese Veranstaltungen auf dem Skilift auch dämlich, aber der Bürgermeister Herr Staab hat zu uns persönlich gesagt, das Eibenstock das braucht um Touristen anzulocken. Wenn ich in einer Urlaubsregion lebe möchte ich Ruhe haben. In Eibenstock wird Lobbyismus ganz groß geschrieben. Denn wenn man sich so anschaut wer zum Beispiel Straßen und Brücken baut, dann ist das fast immer die selbe Firma. Da ist zu prüfen, ob überhaupt öffentliche Ausschreibungen stattgefunden haben. Auf das Thema Jugendliche zu kommen: In diesem kleinen beschaulichen Ort gibt es verdammt viele Alkoholiker, die leben das doch den Kindern und Jugendlichen seit Jahr und Tag vor. Wir kommen aus einer Stadt in Sachsen aber hier in Eibenstock lästert jeder über jeden. NEID ist ganz groß geschrieben. Aber da ja viele hier so "bibeltreu" sind, wo bleibt die Nächstenliebe? Nur wenige Eibenstocker würden in einer anderen Stadt überleben. Schon das getuschel, die Menschen sind sogar zu feige mal was ins Gesicht zu sagen. Das stimmt nachdenklich. Wenn alle so schlecht auf Herrn Staab zu sprechen sind wieso wird er dann immer wieder gewählt? Leute wacht langsam mal auf und gründet meinetwegen eine Bürgerinitiative. Das würde gewissen Leuten mal Grenzen aufzeigen. Bei sowas würde ich auch mitmachen. Aber hier macht wahrscheinlich jeder seins. Das ist dann aber auch nicht mehr mein Problem. Denn vergessen sollte man nie, nur gemeinsam ist man Stark. Die Partei Bibeltreuer Christen darf ja auch mit ihren mittelalterlichen Vorstellungen zur Wahl antreten. Falls jemand per E-Mail seine Meinung mitteilen möchte, gerne aber ich verbitte mir Beleidigungen und wenn, dann nur E-Mails mit korrekter Adresse, Menschen die Ihre Meinung vertreten, sind selten, aber man sollte dazu stehen. Ich persönlich fände es auch nicht schlecht wenn man sich mal für die Jugendlichen "Stark" machen würde. Zu anderen Zeiten war die Jugend willkommen, heute wird sie nur noch schlecht gemacht. Da Eibenstock ja als kinderfreundliche Stadt ausgezeichnet wurde, müssten ja Möglichkeiten für die Jugend da sein oder geschaffen werden. Ansonsten sollte man sich mal mit der Preis vergebenden Stelle auseinander setzen, das der Preis wieder aberkannt wird. Warum, weil die Jugend auch zu unserem Stadtbild gehört. Man sollte die Jungen Menschen unterstützen und sie nicht dem Alkohol überlassen. Denn jeder Mensch ist es wert geachtet zu werden. Diese jungen Leute sollen sich ja später mal um uns kümmern, aber erst sollte sich die Gemeinschaft um sie bemühen. Wir leben hier nicht in einer großen Stadt, hier kennt jeder jeden, warum ist es dann so schwer sich gegenseitig ein bisschen zu Unterstützen? Wie wäre es wenn Ihre eigenen Kinder oder Enkelkinder von der Gemeinschaft fallen gelassen werden? Kein guter Gedanke, ich weiß, aber gehen sie mal in sich und bedenken sie wir alle waren mal jung und haben unsere Grenzen ausgetestet und nicht immer nach den vorgegebenen Regeln gehandelt.
yben06@googlemail.com 20.04.2009
Kleiner Nachtrag zum geplanten Bau des Biomassekraftwerk
Am 7.12.2008 erhielt ich nachfolgende Mail. Ich denke sie ist sehr lesenswert und regt zumindest zum Nachdenken an:Vorname : Horst Name : Queck E-Mail : queck@online.de Telefon : 07822 447090 Kontakt via : E-Mail Sehr geehrte Damen und Herren, hier in Ettenheim konnten wir im April 2008 erfolgreich ein geplantes Biomassekraftwerk über einen Bürgerentscheid verhindern. S. auch www.buergerbegehren-ettenheim.de (Die Seite wurde nach erfolgreichem Bürgerbegehren nicht weitergepflegt). Für die bei Ihnen geplanten 22 Mio. Investition gibt es ein Biomassekraftwerk mit ca. 25 MW Feuerungswärmeleistung, die Angabe der elektrischen Leistung ist irreführend. Jahresverbrauch an Holz für dies Kraftwerk ca. 60.000 Tonnen. Das Pelletwerk dürfte dann etwa die gleiche Menge Pellets pro Jahr produzieren. Aus ca 90.000 Tonnen feuchtem Holz. Alles nur Richtwerte. Die Tonnagen zeigen aber, mit welcher Menge Transporte sie zu rechnen haben. Die Annahme, das Kraftwerk werde später auch für A2 bis A4 Hölzer eingesetzt werden, ist realistisch. Ausserdem wird ihr Ort unwiederbringlich zum Kraftwerksstandort, weiteren Kraftwerksbauten ist dann wenig entgegen zu setzen ( s. Kehl, Herbrechtingen ). Weitere Fragen beantworte ich gerne. P.S. Mein Vater stammte aus Zwickau.
Abrissmaßnahmen der Stadt
Im Forum steht ein neuer Beitrag. Er wurde mit "Abrissmaßnahmen der Stadt" von Elfriede (leider kein Nachnahme) geschrieben und mir zugesandt. Es ist ein nachdenkenswerter Beitrag, auch wenn ich die Zahlen nicht nachprüfen kann. Es geht jedoch auch um grundsätzliches: Die Art und Weise im Umgang mit den Bürgern in unserer Stadt - vorallem, wenn diese nicht mit den Entscheidungen der Kommunalpoltiker bzw. der Verwaltung übereinstimmen.
Stephan Hänel, 28.11.2008
Biomasseheizkraftwerk im Gewerbegebiet Eibenstock - Liebe Stadträte, NEIN danke....
Bei dem Thema „Biomasseheizkraftwerk in Eibenstock“ muß sich jeder selbst eine Meinung bilden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einige bedenkenswerte Punkte stichpunktartig aufführen, die mich und vielleicht noch viele Bürger der Stadt zu einem klaren NEIN kommen lassen. Der erste bedenkliche Punkt betrifft die Informationspolitik. Der Bürgermeister behauptete 21.02. in der Sonderersitzung zur Vorstellung des Tourismuskonzeptes, das Projekt- bzw. Bauanfragen in der Vorplanung immer im nichtöffentlichen Teil von Ausschuss- bzw. Stadtratssitzungen stattfinden müssen. Die Sächsische Gemeindeordung schreibt im § 37 dazu: „Die Sitzungen des Gemeinderats sind öffentlich, sofern nicht das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner eine nichtöffentliche Verhandlung erfordern.“ Da muß ja die Frage erlaubt sein: Ist bei diesem Thema das öffentliche Wohl gefährtet und man es somit vor den Bürgern geheimhalten muß - selbst wenn dadurch eine Endmündigung der Bürger stattfindet? Hintergrundwissen vom geplanten Bau des Biomassekraftwerkes erfuhren wir Bürger von Eibenstock aus der Freien Presse vom 14.Februar 2008 u.a. mit der Mitteilung: Der Stadtrat hat in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt, dem Investor eine rund 15.000qm große Fläche im Gewerbegebiet anzubieten. Weiterhin wurde eindeutig geschrieben, dass bis Ende des Monats eine Entscheidung des Investors fallen soll, wo das rund 22 Millionen Euro teure Projekt gebaut wird (angeblich sind noch andere Standorte zur Auswahl, die der Investor aber nicht öffentlich machen will). Weiterhin wird der Eindruck vermittelt, dass mit dieser Summe ein Biomasseheizkraftwerk mit einem Holzbrikett- bzw. Holzbelletwerk gebaut werden soll. Das würde ja auch soweit Sinn machen... Inzwischen sind mir aber die Unterlagen der nichtöffentlichen Sitzungen bekannt. Darin ist das technische Konzept gegliedert in Biomasseheizkraftwerk und Holzpelletierungswerk. Auf Seite 3 steht u.a.: „Als Biomasse sollen nur Holzarten eingesetzt werden, welche als Biomasse gemäß Biomasseverordnung in die Klassen A 1 eingestuft werden können....Die wirtschaftlichen Ergebnisse und die Rentabiltät des Biomasseheizkraftwerkes werden sehr stark von den Brennstoffkosten und der Einspeisevergütung geprägt“ Und weiter auf Seite 4 kann man folgende Sätze nachlesen: „Das nachfolgende Konzept des Biomasseheizkraftwerkes besteht aus einer Dampferzeugerkesselanlage mit ca.25 t/h (60bar, 430°C) sowie einer 5 MWel-Dampfturbinenanlage. Die Gesamtinvestitionskosten für das 5 MW-Biomasseheizkraftwerk betragen inklusive Planungsleistungen, Nebenkosten und Medienanbindung ca. 22 Mio. Euro. Es wird folgende Heizkraftwerkskonfiguration konzipiert: Stromerzeugung durch das Heizkraftwerk von ca. 5 MWel netto mit der Möglichkeit einer Wärmeauskopplung für eine Abwärme- bzw. Prozeßwärmenutzung des neuen Biomasse-Heizkraftwerkes für das benachbarte Werke vorbereitet. Eine Realisierung der Holztrocknungs- und Pelletierungsanlage kann in einem zweiten Bauabschnitt nach Errichtung des Biomasse-Heizkraftwerkes erfolgen.“ Aus dieser Beschreibung geht eindeutig hervor, dass nur ein Biomasseheizkraftwerk mit 22 Mill. Euro gebaut wird. Der Bau der Holztrocknungs- und Pelletrieranlage ist eine Willenserklärung und „kann in einem zweiten Bauabschnitt erfolgen“. Ebenso als Willenserklärung kann ich nur die einzusetzenden Holzarten von A 1 der Biomasseverordnung erkennen. Denn der Satz, dass die Rentabilität sehr stark von den Brennstoffkosten und der Einspeisevergütung abhängt, läßt eindeutig weitere 2 Möglichkeiten offen: Sollte das Preisverhältnis Biomasse A1 und Einspeisungsvergütung nicht mehr rentabel sein (laut verschiedenen Veröffentlichungen im Internet ist Biomasse A 1schon heute sehr teuer) muß das Werk wegen Unrentabiltät geschlossen werden und Eibenstock hat eine Industriebrache am Hals oder es wird auch Biomasse der Biomasseverordung A2 -A 4 (von alten Türen und Fenstern bis Küchenarbeitsplatten u.v.m.) verbrannt. Beide Varianten können innerhalb kurzer Zeit eintreten. Die Mitteilung in der Freien Presse einen Tag später läßt u.a. dies befürchten: Der Betreiber will Biomasse A 1 aus verschiedenen Bundesländern beziehen (Sachsen ist nicht aufgeführt!) Damit kommen noch hoheTransportkosten hinzu und hat der Bio-Gedanke im Gesamtgeschehen nur noch eine Alibifunktion und ist ökölogisch widersinnig. Sollte aber nun aus ökonomischen Gründen Biomasse der Klassen A 2 bis A 4 eingesetzt werden, darf schon die Frage nach freiwerdenden Giften im Rauch erlaubt sein. Und davor habe ich und inzwischen nicht wenige Eibenstocker und Sosaer Angst. Nein - nicht vor den Dreckwolken, sondern vor Wolken mit den unterschiedlichsten Giften. Am 01.03., 10.00Uhr findet im Rathaus eine erste Bürgerversammlung zu diesem Thema mit dem Bürgermeister statt. Das Gespräch kommt spät, hoffentlich nicht zu spät. Aber der Schaden in praktizierter Demokratie, der inzwischen entstand ist, hat schon heute tiefe Wunden hinterlassen.
Stephan Hänel, 22.02.2008
Insel der Ruhe
Wer kennt nicht die Sehnsucht, an einem hektischen Tag, Ruhe und Besinnung zu finden. Ich sehne mich dann nach Wäldern mit ihren beruhigenden Grüntönen und der Geborgenheit eines dichten Laubdaches. Alle Sinne werden hier gleichzeitig berührt und schaffen somit in wenigen Augenblicken eine Atmosphäre der Entspannung und die Fähigkeit zum Loslassen vom Alltag. Solche Inseln oder besser Oasen sind für uns besonders wertvoll wenn sie schnell und leicht zu erreichen sind. Aus diesem Grund hat sich unser Verein schon immer um die parkähnlichen Gehölzbestände im Zentrum Eibenstocks bemüht. Ob es der Baumbestand unterhalb Methodistenkirche oder der Bodopark waren. Im Rahmen des Agendaprozesses wurden beide Bestände als besonders wichtig und erhaltenswert eingestuft. Daran hat sich auch trotz neuer Eigentumsverhältnisse nichts geändert, ganz im Gegenteil: mit der wachsenden Verkehrsbelastung und einer zu erwartenden Erderwärmung sind beide Gehölzbestände für das innerstädtische Klima und zur Sicherung einer guten Wohnqualität so wichtig wie noch nie. Mit dem Kauf des Bodoparkgeländes durch unsere Stadt bestand die Chance für ihre Einwohner solch eine Oase dauerhaft zu schaffen. Leider sollte diese Fläche nach dem Willen der Stadtverordneten als Bauland für einen Bolzplatz im hinteren Teil und einem Spielplatz im vorderen Teil des Geländes dienen. Eine Fällung von 23 Gehölzen wäre dabei nach Einschätzung der Verantwortlichen zu rechtfertigen, ohne Rücksicht auf die nistenden Vögel mitten in der Brutsaison. Dass dies unseren Umweltverein auf den Plan gerufen hat, wird jeder, mit ein wenig ökologischem Verantwortungsbewusstsein, verstehen. Bei einer Beratung mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung wurde ein neuer Standort für den Bolzplatz gefunden und sollte somit die beabsichtigte Bedrohung des Bodoparks verhindern. Diese einvernehmliche Lösung wurde ohne weitere Absprache gebrochen. Blinder Aktionismus, Willkür und der Zwang fremdes Geld ausgeben zu müssen rechtfertigten für die Bauverwaltung die Fällung von mehreren gesunden Bäumen. Unser innerstädtisches Großgrün verlor unwiederbringlich unter Anderem, eine alte Winterlinde, eine stattliche Schwarzkiefer und eine dekorative Zypresse. Unser Verein verurteilt diese rücksichtslose Arbeitsweise der Stadtverwaltung und ruft alle Bürger auf: Achtet auf unsere Bäume!
Jörg Richter GAW e.V., 15.11.2007
Eine kurze Antwort auf "Mein Urlaub in Eibenstock" - als Beitrag
Nur einige wenige Sätze zu obigen Thema: Was da die Familie Müller aus dem Harz schreibt, ist leider wahr und seit Jahren in verschiedenen Varianten aktuell. Ebenso wahr ist auch, dass unsere Stadtverwaltung davon weiß. Tatsache ist ebenfalls, dass bis heute keine spürbaren Eingriffe der Stadtverwaltung oder der Polizei zu registrieren sind. Ob nun Unfähigkeit, Ohnmacht oder schlicht weg die Probleme "aussitzen" und "Augen zu und durch" die Politik bestimmt, ich weiß es auch nicht. Viele Bürger haben in den letzten Jahren im Ordnungsamt bzw. beim Bürgermeister Anzeige erstattet und nun sind sie zum größten Teil frustriert. Ebenso kenne ich Bürger, die lieber nichts sagen... sie haben schlicht Angst. Laut Verfassung hat nur der Staat das Recht auf Macht und Gewalt. In Eibenstock scheint es etwas anders zu sein. So lange z.B noch im Sommer und am hellichten Tag Autofahrer gegenüber der Eisbude - gleich nach dem Halteverbotsschild im Auto sitzend - genüsslich ihr Eis schlecken dürfen und in öffentlichen Anlagen Alkohol bis zum Umfallen getrunken wird, habe ich wenig Hoffnung, dass sich ausgerechnet an den Wochenenden oder Feiertagen abends bzw. nachts etwas ändert...
Zum Schluss noch folgendes: Am Freitag konnte man in Aue Plakete der NPD lesen, wo eine Veranstaltung in Eibenstock angekündigt wurde. Nach meinen Erkundigungen sollte sie in Wolfsgrün stattfinden. Ob sie tatsächlich durchgeführt wurde, ist mir bis heute nicht bekannt. Aber allein die Ankündigung ist schon ein Alptraum oder sollten jetzt auch noch solche Erscheinungen auf Eibenstock zu rollen? Wehret den Anfängen!!!
Stephan Hänel, 12.11.2007
Mein Urlaub in Eibenstock
Ein neuer, bedrückender Beitrag steht im Forum. Leider sind diese Ereignisse keine Ausnahme. Hoffentlich liest diesen Beitrag unsere Stadtverwaltung!!! In den nächsten Tagen werde ich noch dazu schreiben.
Stephan Hänel
Jugendinitiative Eibenstocker e.V. stellt sich vor
In Vertretung der Jugendinitiative möchte ich einigen Leuten unseren Verein vorstellen.
Der Verein existiert seit nun mehr knapp drei Jahren. Gegründet wurde er in ersten Linie von Markus Jung und Erik Bauer die leider tragisch verunglückt sind. Sie stellten das erste richtig Projekt für Jugendliche von Jugendliche auf die Beine. Das Hard Voices Festival (http://hardvoices.ut-eib.de/) war ihre Idee und fand bei der Jugend großen anklang, und soll zur Tradition werden. Unser Ziel ist es den Jugendlichen von der Straße zu holen. Der Verein fand bis jetzt großen andrang innerhalb von zwei Monaten stieg die Mitgliederzahl auf 40!!!! Personen. Wir sind durchweg Organisiert, denn wir möchten nicht das es vorschnell heißt wir sind nur eine Bande die sich zum trinken trifft. Wir lehnen Rechtextremismus strikt ab und versuchen dies anderen nahe zu bring. Es wurde ein Mietvertrag über einen Raum in der alten Sticktex abgeschlossen und derzeit sind wir „fleißig am werkeln“ in auszubauen. Unser Plan ist es den Vereinsraum soweit zu gestallten das wir Feste feiern können, und wir Bands, DJ´s etc. einladen können um Jugendlichen ein Angebot zu geben. Denn die Wahrheit ist kaum ein Fremder kennt etwas in Eibenstock was ihn verlocken würde auch mal zu uns zu kommen und vielen ist Eibenstock gar nicht erst bekannt. Und was die Jugend von Eibenstock hält muss ich nicht erst ansprechen. Durch einen hohen Mitgliedsbeitrag von 5€ pro Monat wollen wir unsere Projekte finanzieren, aber wir heißen Sach und Wertspenden gerade jetzt gern willkommen denn es ist nicht einfach alles selbst zu finanzieren. Im Moment stehen uns schon Baukosten im Haus deswegen freuen wir uns über jede Spende. Einige behaupten das unser Projekt eh nichts wird, persönlich seh ich das so. Es ist ein Projekt von uns wo jeder seinen Beitrag leistet, deswegen denke ich wir wissen was für Arbeit in unseren Projekt steckt und werden deshalb besonders darauf achten das es keine Zerstörung und Belästigung gibt. In Johanngeorgenstadt gibt es so einen Verein schon und im Bahnhof werden regelmäßig Feste veranstaltet, wieso sollte es so was also nicht auch bei uns geben? Bei uns gibt es den Nachwuchs der dahinter steht. Ein Konzert mit Musik für Jugendlich klingt bei mir besser also auf der Straße gammeln und nichts tun. Wir Sorgen uns nur um die Vorurteile die Leute sehr schnell haben, denn leider vergessen viele das sie auch mal Jugendliche waren, nur leider gab es früher mehr Wochenend Möglichkeiten als heute. Ich hoffen das Besucher dieser Seite fragen stellen werden was sie von unsere Idee halten und auf Kritik hoffe ich eben so.
Seby
Ein Traum von einer Stadt
Mai 2006
Unsere Kleinstadt im Fernsehen!
Schon mehrmals konnten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten und Nahziele unserer Heimat per Bildschirm betrachten. Für jemanden, der dies alles zum ersten Mal offeriert bekommt, kann es sehr interessant und aufschlussreich sein. Mir aber fällt allmählich auf, dass sich die Bilder immer wieder gleichen. Sooo viel Reizvolles gibt es am Ende dann doch nicht zu besichtigen.
Viel Werbung wird immer wieder für unsere Sauna – Landschaft in den „Badegärten“ gemacht. Sicher, es gibt die verschiedensten Anlagen dort und wer Spaß daran hat und das nötige Kleingeld dazu, hat auch stundenlang sein Vergnügen daran (Wellness ist ja im Moment ohnehin d a s Zauberwort!).
Wenn man danach das Stickereimuseum besichtigt hat und schließlich während einer Fahrt mit der Allwetterbobbahn in kürzester Zeit ins Tal geschossen ist, könnte man unser Städtchen schon wieder verlassen. Doch auch die Tageszeitung geizt nicht mit protzigen Überschriften:
Solarboote auf der Talsperre,
Pendelverkehr mit Elektrobahn,
Ferienpark am...
Diese Zukunftsmusik klingt doch gewaltig! Beliebig viel derartig formulierte Werbung ließe sich finden. Werbekräftige Schlagworte allein bringen freilich noch keine Gäste in unser Städtchen. In Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit sollte auch nicht unendlich weit geplant werden. Dies ist zumindest meine persönliche Meinung. Schließlich wollen Menschen, die in besonders auffällige Angebote investieren, später vor allem selber durch die Urlauber profitieren. Aber ob die anvisierte Zielgruppe so mitspielt?
Schon häufig wurde in der Vergangenheit in unterschiedlichste, wenn auch weitaus kleinere Projekte investiert, um sie dann später dem Verfall preiszugeben.
Drei Dinge fallen mir spontan dazu ein. Noch vor ein paar Jahren zählte zu den wirklichen Sehenswürdigkeiten unseres Ortes ein kleiner Märchenpark. Mit viel Liebe und Phantasie schufen ABM – Kräfte und ihre Leiterin einen wahren Anziehungspunkt. Zu jedem Stadtfest oder einer Feierlichkeit kam zu den vorhandenen Märchenhäuschen ein weiteres hinzu. Bänke luden zwischen Blumenrabatten zum Verweilen ein, ein Schaukasten zeigte Bilder, die von den Kindern gemalt worden waren und ein Briefkasten warb dafür, Vorschläge zur weiteren Gestaltung des Areals zu unterbreiten. Jedes Häuschen für sich war schon etwas Besonderes und ganz individuell gestaltet. Die Ausstattung mit Gardinen, Tisch- und Bettwäsche, Hausrat und Kleidung der Figuren war mehr als nur einen flüchtigen Blick wert. Dazu kamen verschiedenste Materialien für Dächer und Außenwände. Alles verriet die fleißigen Hände, ein tolles Geschick und unerschöpfliche Ideen der daran Beteiligten. Es war einfach zum Staunen!
Doch irgendwann ging es damit zu Ende. Anfangs nur schleichend und kaum auffällig. Und natürlich keineswegs geplant. Es begann damit, dass das Gelände neu gestaltet werden sollte. Dafür mussten die Märchenhäuser ihren Platz räumen. Eine neue Bleibe wurde bald gefunden.
Entlang eines Bachlaufes, der im Rahmen einer Baumaßnahme geöffnet wurde, fristen die kleinen Gebäude heute ein eher trostloses Dasein. Nebeneinander aufgereiht, teils von Spinnenweben überzogen, die Farben ausgeblichen, so stehen sie seit Jahren. Manchen von ihnen war sogar schon ein sehr trauriges Schicksal beschieden. Aus Übermut von sich langweilenden Kindern einfach in den Bach hineingeworfen, konnten sich die Bremer Stadtmusikanten nicht einmal wehren. Die besondere Ausstrahlung, die von den kleinen Bauwerken einst ausging und viele Menschen in ihren Bann zogen, ging unbeabsichtigt verloren...
Ähnlich erging es einem Kinderspielplatz, der heute nur noch als Hundeklo mißbraucht wird.
Und einen Abenteuerspielplatz mitten im Wald, von unserer Familie einst eher zufällig entdeckt, sucht man heute vergeblich. Weg. Aus. Vorbei!
Was aber nützen uns Urlauber, die zwar ein bequemes Bett in reizvoller Umgebung bekommen, aber die meiste Zeit ihrer Ferien dann doch nicht in unserer Stadt verbringen? Das Erzgebirge ist schließlich groß und hat auch woanders mancherlei zu bieten.
Macht man sich eigentlich Gedanken darüber, was Feriengäste, wenn sie denn schon den Weg in unsere Gegend gefunden haben, von unserem Ort erwarten? Was kann man ihnen hier bieten, dass sie gern ihre freien Tage bei uns verbringen?
Telefonisch bei mir angemeldet hat sich Besuch aus einer etwa einhundertfünfzig Kilometer entfernten Großstadt. Nach dem Mittagessen gibt es nur einen Wunsch meiner Gäste: Hinaus in den Wald, saubere Luft und Ruhe genießen!
Dabei kommen mir Erinnerungen an die Zeit, als ich den Reiz des Erzgebirges für mich entdeckte. Menschen und Landschaft waren ausschlaggebend dafür, dass ich, die in einer großen Stadt im Flachland aufwuchs, meinen Wohnsitz hierher verlagerte. Nach dem ersten Arbeitstag in meiner neuen Heimat zog es mich förmlich hinaus in die Natur. So schnell ich konnte, eilte ich jene Straße hinauf, die mir am geeignetsten erschien, um einen Blick auf den Ort und die Umgebung zu werfen. Noch heute bin ich dankbar, hier leben zu dürfen. Nicht einen Tag habe ich meinen damaligen Entschluss, hierher zu kommen, bereut.
Nun aber beginnt mein Traum von meiner Stadt und ich lade den interessierten Leser ein, mir ins Reich der Phantasie zu folgen:
Ich bin jetzt mal eine Urlauberin und als solche erkunde ich zunächst alle Angebote auf eigene Faust. Natürlich hätte ich auch die Stadt – Information aufsuchen und mich beraten lassen können, aber ich habe am Vormittag auf dem Weg dorthin ein Schild entdeckt, das mein Interesse weckte: „Besuchen Sie das Touristenzentrum am Berg“. Von der Stadtmitte aus ist das Gelände sehr gut zu Fuß zu erreichen. Überhaupt fahren hier nur sehr wenig Autos, Parkplätze gibt es vor allem an den Randbereichen der Stadt. Dort sind überall Haltestellen für Pferdekutschen eingerichtet. Für einen Euro kann man sich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten fahren lassen. Ich hörte, das Areal des Touristenzentrums sei anfangs fast ausschließlich von der Allwetterbobbahn beherrscht worden und sie locke noch immer Scharen von Besuchern an. Wer einmal hier ist, mag gar nicht so schnell wieder gehen. Aus den einst kümmerlichen Bäumchen des Irrgartens sind inzwischen stattliche Exemplare geworden, zwischen denen man sich nun wirklich verirren kann. Auch der einst winzige Streichelzoo hat sich tüchtig gemausert. Das weiträumige Gelände bietet die unterschiedlichsten Attraktionen. Ein Reitweg, auf dem Esel die kleinsten Besucher der Anlage auf ihren Rücken tragen, ist ebenso vorhanden wie ein Streichelgehege. Jedes Jahr im Frühling sind die neu angekommenen Lämmchen und Zicklein die Sensation überhaupt! Man kann sie allerdings nicht nur durch den Zaun betrachten, sondern direkt ins Gehege hineingehen. Aber man tritt nicht einfach durch eine Holztür! Nein, der Einstieg ist viel interessanter! Hat man die Sprossen einer Rutsche erklommen und ist hinabgesaust, steht man inmitten dieser niedlichen Tierkinder, mit denen man spielen kann.
Wieder auf dem Hauptweg angekommen, sehe ich Muttis, die ihre Kleinkinder beim Spielen in einem Riesensandkasten beaufsichtigen. Geht man den eigens dafür angelegten Pfad etwas weiter hinauf, entdecke ich die Märchenhäuschen, die wie neu aussehen. Harmonisch fügen sie sich in die wie zufällig wirkende und doch geplant gestaltete Landschaft ein. Blumen und Sträucher machen fast einen Park daraus. Man kann sich Zeit nehmen zum Betrachten und Staunen.
Immer wieder laden Bänke zum Ausruhen ein. Die Aussicht auf die Stadt samt Talsperre ist einmalig. Hat man Hunger und Durst bekommen, stillt man beides in der nahe gelegenen Berghütte. Die Bedienung ist nett gekleidet. Schon hier spürt man den Einfluss der verschiedenen Stickereibetriebe in dieser Stadt. Die Wirtin ist sehr freundlich und gibt uns weitere Tipps zum Erkunden des Geländes.
Kurz bevor der Wald beginnt, gibt es einen Platz, auf dem mehrere Zelte im Kreis stehen. Ein Indianerdorf!
In der Mitte bauen ein paar Jungen gerade ein Lagerfeuer auf. Hier wird am Abend sicherlich häufig gegrillt. Ganz Mutige dürfen sogar in solch einem Tipi übernachten!
Gleich daneben befindet sich ein Sport- und Spielplatz. Hier kann man sich wie Tarzan von einem Baum zum anderen hangeln, baut sich vielleicht ein Baumhaus oder schnitzt sich unter Anleitung eines Erwachsenen eine Pfeife aus Zweigen.
Unter dem Blätterdach der Buchen ist Gelegenheit zum Schauen, zum Genießen oder auch zum Lesen. Sehr informativ könnte für Mütter und Großmütter der Kräuter- und Pilzwanderweg sein, der aufwändig gestaltet ist. Alles, was die Natur gerade nicht selbst zu bieten hat, ist als Modell oder Zeichnung in Schaukästen ausgestellt. Auch seine selbst gesammelten Exemplare kann man hier erklären und bestimmen lassen. Fachkundiges Personal gibt hier sehr interessantes Wissen weiter. Auffällig sind überhaupt die zahlreichen Mitarbeiter dieser gesamten Anlage. Der Betreiber des Zentrums hat sich eine Devise zu eigen gemacht, die einleuchtet: „Wer im Ort sein Geld verdient, kann es auch hier wieder ausgeben!“
Jahreszeitlich entsprechend werden originelle Feste gestaltet. „Rodeln mit dem Osterhasen“ (im Winter mit dem Weihnachtsmann), „Anwintern“ im Spätherbst, Nachtrodeln... Damit es den Herren der Schöpfung nicht langweilig wird, ist eigens für sie ein Bierzelt aufgebaut worden.
Schon weit über die Stadtgrenzen bekannt ist der jährlich stattfindende Kindersilvester oder auch die Lasershow. Am so genannten „Männertag“ (Himmelfahrt) sind Mütter mit ihren Kindern besonders willkommen. Die Kinder werden an Bastelstraßen und auf den Spielplätzen betreut und die holde Weiblichkeit genießt ein Tässchen Kaffee. Auf einer kleinen Bühne präsentieren sich häufig einheimische Künstler. Manchmal finden hier an lauen Sommerabenden sogar Übungsstunden des Männerchores statt.
Ein Blick auf die weithin sichtbare Kirchturmuhr sagt mir, dass der Nachmittag bereits begonnen hat. Also weiter, denn ich habe noch einiges vor. Bildung und Kultur sind angesagt.
Das Stickereimuseum soll mein erstes Ziel sein. Historische Kleidung ist zu bewundern und altertümliche Maschinen sehe ich in Aktion. Ich darf mich sogar selbst daran versuchen. Das hergestellte kleine Andenken nehme ich mit nach Hause. Es wird mich noch lange an diese Tätigkeit erinnern. Gleich nebenan sind Arbeiten des örtlichen Schnitzvereins zu bestaunen, der anscheinend keine Nachwuchssorgen hat. Einigen dieser jungen Künstler darf ich bei ihrer Tätigkeit sogar über die Schulter schauen.
Mein nächster Weg führt mich zu einem Maleratelier. Der Meister selbst führt mich durch sein Domizil und erklärt mir seine Arbeitstechniken. Auch hier darf ich mir ein Mitbringsel selbst gestalten. Zum Schluss erwerbe ich bei ihm einen Kunstdruck mit einer typischen Ortsansicht.
Aus dem Tageblatt konnte ich erfahren, dass an jedem Abend der Woche irgendetwas Kulturelles oder anderweitig Unterhaltsames dargeboten wird. Für heute habe ich mir vorgenommen, eine Aufführung der „Bergbühne“ anzusehen. Vom Hörensagen weiß ich, dass diese Laienspielgruppe es gut versteht, ihre Zuschauer sowohl mit Mundarttheater als auch mit modernen Stücken zu bezaubern.
Mir wurde wirklich nicht zuviel versprochen.
Meine Pensionswirtin versorgt mich noch mit einem wohlschmeckenden Abendessen, dann „strecke ich alle Viere“ von mir Warum bin ich eigentlich so müde? Am nächsten Morgen erfahre ich, dass es den meisten Gästen anfangs so gehe. An die Bergluft müsse man sich erst gewöhnen.
Heute bin ich mit Gleichgesinnten verabredet. Wir treffen uns am Vormittag an der Kremserhaltestelle. Wir haben uns für das Tagesangebot „Rund um die Talsperre“ entschieden. Die meiste Zeit geht es Waldwege entlang. Aber wir kommen auch durch kleine Ortschaften. Etwas Besonderes ist es jedoch, direkt über die Mauer der Talsperre befördert zu werden. Unser Kutscher profitiert sehr von dieser Möglichkeit. Es sei, erklärt er uns, bis vor wenigen Jahren nur in ganz wenigen Ausnahmefällen gestattet gewesen, überhaupt seinen Fuß hier herauf zu setzen. Seit dem die Mauerkrone auch per Sondergenehmigung für Gespanne geöffnet sei, könne den Wünschen der Urlauber nach einer Talsperrenrundfahrt endlich entsprochen werden. Froh seien aber die meisten Einwohner darüber, dass die Talsperre selbst nicht zu Tourismuszwecken missbraucht werde. Es gab schon viele Überlegungen, vor allem wirtschaftlicher Art, die riesige Seenfläche nutzbar zu machen. Da sie aber ein reines Trinkwasserreservoir sei und bleiben solle, werde viel unternommen, um Reinheit und Natürlichkeit zu erhalten. Das können wir während unserer Rundfahrt sehen und erleben.
Zur Mittagszeit plündern wir unseren Picknickkorb. Damit sind wir unabhängig von Rastplätzen oder gar Gasthäusern. Das Zwitschern der Vögel und Rauschen der Blätter an den Bäumen begleitet uns während des gesamten Ausfluges. Erholsam!
Am späten Nachmittag ist unser Ausflug beendet und mein zweiter Tag ist auch schon fast vorbei. Heute Abend werde ich die Stadt etwas genauer in Augenschein nehmen. Vielleicht werde ich mir etwas Kulinarisches gönnen. Die Eisherstellung soll wohl hier eine lange Tradition besitzen. Nun hoffe ich, dass die Inhaber der Eisbar auf späte Gäste eingerichtet sind. Es soll noch gar nicht so lange her sein, da seien hier im Ort schon am frühen Abend die Fußwege „hochgeklappt“ worden, erzählte man mir. Selbst Einheimische hielten abends vergeblich nach solch einem gemütlichen Treff Ausschau, sofern man nicht ein Hotel oder ein größeres Restaurant aufsuchen wollte. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert und der Abend beweist wieder einmal, wie sehr Urlauber hier willkommen sind.
Der nächste Tag sieht mich vorwiegend im Schwimmbad, das nicht einfach nur ein solches ist. Nicht umsonst nennt man es die Badegärten. Man kann sich hier ausruhen, sportlich tätig werden oder etwas für die Gesundheit tun. Wie schon so oft bewundere und genieße ich die herrlichen Bepflanzungen sowohl im Gebäude als auch rings um die Anlage. Überall wurden so herrliche Oasen geschaffen und kaum hat man die eine verlassen, betritt man schon fast die nächste.
Man spürt: Wer hier Urlaub machen will, sucht und findet Entspannung und Ruhe. Nach dem Aufenthalt im Wellnessbereich mit Massage und Sauna verlasse ich die Badegärten wieder.
Eine gemütliche Kaffeestunde mit Freunden schließt sich an. Dafür treffen wir uns in der Stadtmitte. Auch dort sind Bänke zum Rasten aufgestellt und die Konditorei gleich nebenan bietet ein reichhaltiges Angebot an Schleckereien. Inzwischen lasse ich meine Blicke schweifen und entdecke gleich gegenüber einen Schönheitssalon. Ich beschließe, meinem Erholungstag einen würdigen Abschluss zu geben. Nach einer Kosmetikbehandlung und mit einer neuen Frisur bin ich fit für den Abend. Schon am Nachmittag beim Vorübergehen ist mir das große Plakat an der Stadtkirche aufgefallen, das zu einem Konzert mit dem Jugendchor einlädt. Es wird mir dabei mit Erstaunen klar, welche Talente es selbst in einer kleinen Stadt gibt. Und die Kirche, die mindestens achthundert Gästen Platz bietet, ist etwa zur Hälfte gefüllt. Ich lasse mir sagen, dass auch der sonntägliche Gottesdienst recht gut besucht wird und sich sehr regelmäßig Urlauber und auch Wanderfreunde einfinden.
Apropos wandern! Morgen früh geht es in die Berge. (Naja, was heißt Berge.) Die höchste Erhebung im näheren Umkreis, die alles überragt, misst Eintausendundachtzehn Meter. Dort hinauf soll es gehen. Im Berghotel werden wir einkehren und uns das Mittagessen schmecken lassen. Es soll einen Aussichtsturm geben, von dem aus man bei guter Sicht bis nach Leipzig schauen kann. Lassen wir uns überraschen!
Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen macht alle Pläne zunichte. Es regnet! Was nun?
Ich ändere mein Vorhaben. Mit dem Regenschirm bewaffnet mache ich mich zunächst auf den Weg zur Stadtbibliothek. Dort werde ich mir einen spannenden „Schmöker“ ausleihen. Gleich beim Eintreten fällt mir etwas Außergewöhnliches auf. In einer Ecke stehen mehrere Sofas und Sessel, auf denen es sich Kinder unterschiedlichen Alters gemühtlich gemacht haben. Im Eingangsbereich werde ich darüber informiert, dass gleich die Erzählstunde beginnen werde. Einmal wöchentlich träfen sich interessierte Kinder in diesen Räumlichkeiten und lauschten einer Mitarbeiterin, die jeweils ein anderes Märchen erzählte. Die Beschäftigten der Einrichtung hätten diese Idee einmal während der Sommerferien gehabt und seien dermaßen erstaunt über den regen Zuspruch gewesen, dass sie sich dazu entschlossen hätten, dieses Angebot auch über die Schulferien hinaus fortzusetzen. Vorwiegend seien jetzt Vorschulkinder anwesend. Am späten Nachmittag gäbe es dann für ältere Schüler die Möglichkeit, ausgeliehene oder auch eigene Bücher hier zu lesen.
Ich werde eingeladen, es ihnen gleich zu tun. So ist der heutige Nachmittag sogar gerettet.
Ich bedanke mich und gehe meinem nächsten Ziel entgegen.
Da ich nun schon mal unterwegs bin, begebe ich mich auf eine „Shopping – Tour“ (klingt doch interessanter als „Einkaufen“).
Eine ganze Ladenstraße zieht mich besonders in ihren Bann. Aufgebaut wie ein Markt mit kleinen Holzhütten werden hier zwei Mal in der Woche Waren angeboten, die ausschließlich im Ort hergestellt werden. Obst, Gemüse, Eier, Blumen und Teekräuter sind ebenso vertreten wie Schnitzereien, gedrechselte Gegenstände und weitere Holzartikel. Tischwäsche, Patchworkarbeiten und mit Stickerei verzierte Kleidung werden an anderen Ständen verkauft. Selbst Unterwäsche und selbstgestrickte Socken fehlen nicht. Wer dann aber immer noch über kalte Füße klagt, dem können nur noch die dicken Filzhausschuhe und -pantoffeln (genannt Walker) helfen, die schon seit Jahrzehnten hier gefertigt werden. Hier sehe ich auch den Kunstmaler wieder, der mit seinem Bleistift fix ein Porträt aufs Papier zaubert. Durch das Regenwetter hat sich heute die Kundschaft nicht besonders anlocken lassen. So kann ich die Waren in aller Ruhe betrachten und ziehe nach geraumer Zeit mit prall gefüllten Einkaufstüten meines Weges.
Bevor ich mich in meine Leseecke verkrieche, erlaube ich mir ein ausgiebiges Mittagsmahl. Wozu hat man schließlich Urlaub!
Der fünfte Tag liegt vor mir. Es ist schon gar kein ganzer Tag mehr, denn heute musste ich unbedingt ausschlafen! Gestern wurde es sehr spät. Mit den Bewohnern meines Nachbar – Appartements entdeckten wir beim abendlichen Rundgang durch die Stadt eine unwahrscheinlich gemütliche Kneipe. Ein paar Gläser Wein und der Wirt waren schuld daran, dass wir den Weg in unser Quartier erst zu äußerst fortgeschrittener Stunde fanden. Was haben wir gelacht! Hier im Ort müssen der Beschreibung nach ja nur originelle Menschen leben. Der Chef des Hauses hat uns die ganze Zeit nur über Eigenarten, sonderbare Gewohnheiten und seltsame Macken der lieben Mitmenschen aufgeklärt. Heute Morgen (Verzeihung – natürlich Mittag) allerdings zweifle ich sehr am Wahrheitsgehalt dieser Erzählungen! Aber schön war´s trotzdem!
Natürlich wird es auch heute nichts mit meiner Tageswanderung. Ich werde mich für den Rest des Tages im Liegestuhl verschanzen, die Sonne auf mein Haupt scheinen lassen und das Buch fertig lesen...
Hab ich ein Glück! Ausgerechnet in die Zeit meines Hierseins fällt ein ganz besonderer Höhepunkt des Stadtgeschehens! Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils eine spanische sowie eine italienische Nacht auf dem Marktplatz gefeiert wurden, gibt es erneut ausländischem Flair zu erleben. In dieses Gewimmel muss ich mich unbedingt stürzen. Die mir schon bekannte „Bergbühne“ führt zahlreiche Sketche auf, um die Zuschauer zu unterhalten. Einwohner, die das Spektakel schon kennen schon kennen, haben sich entsprechend gekleidet.
Landesspezifische Gerichte und Getränke werden reichlich angeboten und die Musik, die aus den Lautsprechern erschallt, versetzt alle in die richtige Stimmung.
Zusätzlich haben die Grundschüler, der Gemischte Chor der Bergstadt und natürlich der Männerchor fleißig geübt, um typische Lieder und Tänze darzubieten.
Wenn am späten Abend die Dunkelheit einbricht, sind die Schauspieler der Theatergruppe noch einmal gefordert. Sie beschließen mit einer passenden Komödie den unterhaltsamen Tag.
Erst später erfahre ich, dass der Marktplatz an den Samstagen so etwa aller drei Monate für besondere Veranstaltungen genutzt wird. Im Frühjahr findet der Blumenmarkt statt, im Sommer eben die internationale Nacht, im Herbst ein historischer Handwerkermarkt und im Winter der Weihnachtsmarkt mit dem traditionellen „Märchenweihnacht“s – Umzug. An den dazwischenliegenden Sonnabenden gibt es andere Angebote. Auf der Freilichtbühne finden regelmäßig Chorkonzerte, Discoveranstaltungen oder Darbietungen der Erzgebirgischen Mundartgruppe statt.
Ein Kinozelt macht an zwei Wochenenden im Monat Station auf dem gleichen Gelände. Da gibt es am Nachmittag zuerst eine Kindervorstellung und später zwei Filme für Erwachsene.
Der örtliche Fussballclub lässt ebenfalls Samstags gern den Ball ins richtige Tor fliegen.
Sonntag: Mein erster Weg nach dem Frühstück führt mich in die Stadtkirche zum Gottesdienst. Jung und alt sind anfangs gemeinsam versammelt. Vor der Predigt gehen die Kinder hinüber ins Pfarrhaus zu ihrem Kindergottesdienst. Mehrere Mitarbeiter betreuen die Kleinen dann in zwei verschiedenen Altersgruppen. Zum letzten Lied und dem Segen sind alle wieder anwesend.
Nicht jeder geht anschließende sofort nach Hause. Vor allem die jungen Familien unterhalten sich gern noch ein Weilchen. Das ist das Schöne an diesem Ort. Man kann sich für unterschiedlichste kurze Wanderungen entscheiden, die alle am gewählten Ausgangspunkt auch wieder enden. Nach zwei bis drei Stunden ist man in jedem Falle wieder zurück. Man hatte die Stadt verlassen und war doch nicht weit entfernt. Auf dieses Erlebnis werde ich mich heute Nachmittag einmal einlassen. Gewissermaßen als Übung für den morgigen Tag.
Denn dann soll es endlich auf den Eintausender hinauf gehen. Nein, natürlich nicht als Bergsteiger, sondern als Wanderer. Mitstreiter habe ich bereits gefunden und wenn das Wetter so bleibt, dürfte nichts gegen diese Unternehmung sprechen.
Und dann ist mein Urlaub schon fast zu Ende. Nur zwei Tage bleiben mir noch. Einen Tag werde ich nutzen, mir die Gegend rund um das Städtchen bekannter zu machen. In dem einen Nachbarort soll es eine Museumsbahn geben, in einem anderen gibt es wohl die beste Holzkohle zum Grillen weit und breit. Beides müsste wohl zu schaffen sein. Ein letztes Mal lasse ich mich per Pferdekutsche ins Stadtzentrum bringen, bringe mein geliehenes Buch zurück, schaue vom Touristenzentrum noch einmal ins Tal hinunter. Außerdem werde ich mich im Minigolf versuchen. Diese Hallen – Miniaturgolfanlage empfahl mir der heutige Gespannfahrer, weil er mich vermutlich als sportlich genug dafür einschätzte.
Am Abend leiste ich mir noch einmal einen kühlen Genuss im Eiscafe. Ja und dann muss ich packen.
Auf Wiedersehen! Irgendwann komme ich wieder!
Ein Traum von einer Stadt. Wirklich nur ein Traum? Nein. Ein paar Dinge davon gibt es bereits, Manches andere ließe sich sicher in kurzer Zeit sogar verwirklichen. Für vieles gibt es wenige Chancen, um aus Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Egal welcher Art. Dabei wäre vieles ausbaufähig, weil die Grundlagen in vielen Bereichen schon vorhanden sind. So lassen wir uns auch weiterhin von kostspieligen und ausgefallenen Ideen überraschen.
Mein wirklich größter Traum aber wäre, dass Menschen, die hier leben, auch in Zukunft gern hier bleiben, weil es genügend Arbeit für alle gibt, Nachwuchs willkommen ist und der einstige Zusammenhalt zwischen Nachbarn und Bekannten nicht noch weiter verloren geht, sondern wieder ein fester Bestandteil des Lebens wird.
17.August 2006
Es ließe sich viel mehr finden, das verbesserungswürdig wäre, um unsere Stadt noch liebens- und lebenswerter zu machen. Ein paar Sätze, die ich mir am 26.Juni 1999 notierte, machen deutlich, was mir schon damals durch den Kopf ging. Kaum etwas hat sich bis heute daran geändert. (Jemand sagte einmal zu mir, ein Behinderter würde nur in dem Maße behindert sein, wie man es behindert ließe. Das ist ein Gedanke, der mich oft beschäftigt. Dazu gehört wohl zuallererst, dass auch ein Behinderter soweit wie möglich am normalen Leben der Anderen teilnimmt, um nicht schon durch die Ausgrenzung die gravierenden Unterschiede zu spüren. Zum anderen sollte es genügend ganz normale Hilfen in der Umwelt geben, um das Leben im Rollstuhl zu erleichtern.)
An jeder Grundstücksausfahrt werden beim Neubau von Fußwegen die Bordsteinkanten abgesenkt Warum nur für Autos? Ich wünschte mir das Gleiche in der Nähe von Straßenkreuzungen, um gut von einer Seite zur anderen zu gelangen. Sehr oft muss ich den Rolli sowieso auf der Straße schieben, weil die Fußwege nicht behindertenfrei gebaut werden...
Und noch etwas beschäftigt mich, je mehr ich darüber nachdenke.
Wie viel Zeit, Kraft und Geld werden in ABM investiert! Was wird damit alles neu gebaut! Ist die entsprechende Maßnahme allerdings beendet, ist niemand mehr dafür verantwortlich und mühevoll hergerichtete Anlagen (z.B. Gräben im Wald) verlottern wieder. Gäbe es da nicht Privatinitiativen einzelner, die halbwegs die Ordnung erhalten, sähe es schlimm aus. Ich weiß wovon ich rede, denn mein Mann verbringt oft Stunden damit, dass einmal errichtete „Bauwerke“ nicht nur kurzzeitg, sondern langfristig ihre Funktion erfüllen...
Elisabeth Lippmann, 07.11.2006
Baumfällung im August 2006
Seit Jahren gibt es für das Gebiet der Stadt Eibenstock eine Baumschutzsatzung die regelt, wann und welche Bäume gefällt werden dürfen und dass für eine Fällung ein Antrag bei der Stadtverwaltung zu stellen ist. Daraufhin gibt es eine Besichtigung vor Ort und die Einschätzung, ob es wirklich notwendig ist, den beantragten Baum zu fällen. Der Eigentümer erhält anschließend den Bescheid über die Fällung bzw. Nichtfällung des Baumes. Schließlich können theoretisch Baumfällanträge auch abgelehnt werden, weil es oftmals keine dringenden Gründe für eine Fällung gibt und es namentlich eine BaumSCHUTZsatzung ist. Doch ist dies bisher aus unseren Erfahrungen oftmals nur Theorie. Die Eibenstocker Baumschutzsatzung sieht jedenfalls vor, dass Bäume mit entsprechender Genehmigung erst außerhalb der Vegetationsperiode gefällt werden dürfen. Das ist in unserem Falle ab Oktober bis einschließlich Februar. Leider mussten wir feststellen, dass die Stadt selbst diese Satzung für sich nicht ganz so ernst nimmt. Ende August wurde eine Esche mit einem Durchmesser von mehr als 10cm auf einem Grundstück der Stadt gefällt. Unserem Wissen nach, können Bäume während der Vegetationszeit nur bei Vorliegen von Gefahr in Verzug und mit Zustimmung durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises gefällt werden. Gefahr in Verzug war bei diesem jungen Baum nicht zu erkennen und eine Genehmigung der UNB war sicherlich auch nicht vorhanden. Es ist in diesem Falle offensichtlich, dass im Zuge von Zaunbaumaßnahmen dieser Baum gestört hat. Ich möchte darauf hinweisen, dass sich eine Stadt nicht nur durch die Anzahl der Einwohner oder durch seine berühmten Persönlichkeiten, sondern auch durch sein Stadtbild auszeichnet. Zu einer lebenswerten Stadt gehören neben gepflegten Grünanlagen auch große gesunde Bäume. Sie sind neben seinen Wohlfahrtswirkungen für uns Menschen (Schattenspender, Staubschlucker, …) auch ein wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für viele Vogelarten, Insekten und Kleinsäuger in der für sie unnatürlichen und künstlichen Stadt. Umso mehr unterstreicht dies die Notwendigkeit einer Baumschutzsatzung, um Bäume nicht nur für uns und die nachfolgenden Generationen zu erhalten sondern auch für unsere Umwelt. Nicht ohne Grund dürfen Bäume erst bei entsprechender Begründung und auch erst außerhalb der Vegetationsperiode gefällt werden. Ich bitte einfach darum, dass dies zukünftig Berücksichtigung findet.
Sandy Richter, 08.09.2006
Weidezaun
Es gibt zahlreiche schöne Flecken Erde in der Gemarkung von Eibenstock. Eine der schönsten ist wohl der Wanderweg „Kreuzelweg“, der in Richtung Naturschutzgebiet Riedert in das weit ausgedehnte Waldgebiet führt. Kräftige und alte Berg-Ahorne, mittlerweile auch junge nachgepflanzte Ahorne sowie teilweise noch recht gut erhaltene Trockenmauern weisen dem Wanderer den Weg. Offenbereiche lassen schöne Blicke auf die Talsperre und die umliegende Landschaft zu. Leider musste ich beim Begehen dieses schönen Weges feststellen, dass nicht nur aus Unachtsamkeit und Bequemlichkeit, sondern auch aus Ignoranz der Natur gegenüber Weidezaunhalterungen in die alten Bäume und auch bereits in die jungen Bäume gebohrt worden sind. Dies ist für mich völlig unverständlich. Nicht nur dass diese Maßnahme kein gutes Licht auf den Landwirt wirft, zusätzlich, und das ist wohl das größere Übel, nimmt der Baum hierbei Schaden (Angriffsstelle für holzzersetzende Pilze). Nicht nur am „Kreuzelweg“ ist dies Praxis, sondern auch in mehreren Bereichen Eibenstocks und Umgebung. Es stellt sich hierbei die Frage, ob es so einen großer Aufwand darstellt, Weidepfähle einzuschlagen, an denen die Halterungen befestigt werden können, anstatt diese in die Bäume zu bohren. Eigentlich müssten sich die Landwirte über die Bäume im Bereich ihrer Weiden freuen, damit das Weidevieh im Sommer einen Schattenspender und bei Wetterunbilden einen Schutz hat. Durch solche Maßnahmen machen sie aber diesen Nutzen kaputt.
Jörg Richter, GAW 08.09.2006
„Live-Musik“ und Wochenendlärm in Eibenstock
„Live-Musik“ in den Wohngebieten der Stadt Eibenstock scheint inzwischen aktuell zu werden. Die An- und Bewohner müssen in den entsprechenden Nächten nicht nur Lärm durch die Musik als solches, sondern auch verstärkt Belästigungen durch Krawalle, Zerstörungen und Müll im öffentlichen Bereich aushalten. An den meisten „normalen“ Wochenenden ist es schon schlimm, besonders im Bereich des Postplatzes und der Schneeberger Straße wird gegrölt, gehen Bierflaschen zu Bruch...
Inzwischen sind in meinem Haus eine Familie und im Gebäude schräg gegenüber eine junge Mieterin ausgezogen – wegen den oben beschriebenen Sachverhalten. Sie glaubten nicht mehr an eine Besserung. Übrigens: Bei den Straßenausbaubeiträgen wird der Beitrag für die Besitzer der anliegenden Grundstück hauptsächlich mit deren Wertsteigerung begründet. Doch wer kommt für den Mietausfall und den Wertverfall auf, der durch nächtliche Ruhestörungen, Randale usw. verursacht werden?
Und da sind noch unsere Urlauber und Gäste. Wenn ich in unserer Stadt mit ihrer schönen Umgebung meinen Urlaub verbringen würde und solche Dinge erleben müßte – ich käme nie wieder.
Mein Vorschlag für „Live-Musik“: Die Stadtverwaltung genehmigt ab sofort keine lauten Veranstaltungen in Gebieten mit überwiegendem Wohncharakter. Es sollte ein Platz außerhalb für solche Zwecke angelegt werden. Das kostet natürlich Geld. Man könnte z.B. den Bau einer Straße oder ein anderes kostenintensives Projekt um ein Jahr verschieben.
Unsere Satzungen und Verordnungen haben nicht nur bei Erhaltungsarbeiten, sondern auch 24 Stunden am Tag bei Zerstörungen und akuten Belästigungen zu gelten. Der Stadtrat kann sonst alle kommunalen Gesetze außer Kraft setzen, wenn die Stadtverwaltung dies nicht endlich konsequent und merkbar angeht.
Stephan Hänel, 19.08.2006